Zum heutigen, am 17. September 2026, verübten Brandanschlag auf die Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen äußern sich der Wuppertaler Stadtdechant, Pfarrer Dr. Bruno Kurth, und die Vorsitzende des Katholikenrates Barbara Reul-Nocke: „Mit tiefer Bestürzung und Erschrecken haben wir von dem feigen Brandanschlag erfahren, der am heutigen Nachmittag auf die Bergische Synagoge verübt wurde. Im Namen der gesamten katholischen Stadtkirche in Wuppertal verurteilen wir diese Tat des Antisemitismus und Judenhasses aufs Schärfste. Unsere Gedanken, unsere Gebete und unsere uneingeschränkte Solidarität gehören in diesen Stunden den Mitgliedern der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal und ihrem Vorsitzenden. Dank dem schnellen, mutigen Eingreifen der Mitarbeiter der jüdischen Gemeinde sowie der dauerhaften Wachsamkeit der Sicherheitsbehörden wurde niemand physisch verletzt wurde und der Sachschaden blieb gering. Dennoch ist die seelische Verwundung, die diese Tat schlägt, da. Es zeigt auf schmerzhafte Weise eine fortschreitende Radikalisierung und die bittere Realität eines offen zutage tretenden Judenhasses in unserer Gesellschaft. Besonders perfide ist der Zeitpunkt: Nur einen Tag nach dem Rosch Haschana Empfang, den wir gestern erlebten, und drei Tage vor Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, an dem Jüdinnen und Juden weltweit und hier bei uns in Wuppertal in ihren Synagogen zusammenkommen wollen, um zu beten. Es ist ein gezielter Versuch, Angst zu säen und jüdisches Leben aus der Öffentlichkeit zu verdrängen. Schon im Jahr 2014 wurde diese Synagoge Ziel eines Brandanschlags. Als katholische Kirche betonen wir in aller Deutlichkeit: Jüdisches Leben gehört fundamental zu Wuppertal. Jüdische Gläubige sind unsere älteren Geschwister im Glauben. Ein Angriff auf ein jüdisches Gotteshaus ist ein Angriff auf die Ehre Gottes, auf die Religionsfreiheit, auf das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt und auf das Fundament unserer humanen Werte. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, jetzt zusammenzustehen. Wir dürfen nicht schweigen, wenn Gotteshäuser attackiert werden. Wir stehen fest an der Seite unserer jüdischen Freunde und Nachbarn. Die Synagoge im Herzen von Barmen ist ein Ort des Friedens – und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diesen Frieden gemeinsam zu schützen. Wir beten für die jüdische Gemeinde und wünschen ihr trotz dieser Zäsur gesegnete und vor allem sichere Hohe Feiertage.“  
Barbara Reul-Nocke, Vorsitzende des Katholikenrates und Stadtdechant Bruno Kurth